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Jente Posthumas unerwarteter Erfolg auf der Longlist des International Booker Prize

Jente Posthumas Weg von der Überraschung über die Aufnahme in die Longlist bis hin zur Freude über die Aufnahme in die Shortlist des International Booker Prize spiegelt eine Mischung von Emotionen wider, die Schriftsteller oft erleben.

Die nächtliche E-Mail aus dem australischen Büro ihres Verlegers verlieh dem Moment eine unwirkliche Qualität, so dass sie vor Aufregung und Vorfreude nicht mehr schlafen konnte.

Persönliche Inspiration und zärtliche Schilderung

Posthumas Roman „Worüber ich lieber nicht nachdenke“ ist eine zärtliche Erkundung von Geschwisterliebe und Trauer nach dem Verlust eines Geschwisters. Obwohl die Geschichte nicht direkt autobiografisch ist, stammen die Emotionen, die sie in die Geschichte einfließen ließ, aus persönlichen Erfahrungen, insbesondere aus dem plötzlichen Rückzug eines engen Familienmitglieds. Dieser Bruch veranlasste sie, die Natur von Beziehungen und die Komplexität von Trauer zu hinterfragen.

Der Roman behandelt ernste Themen wie psychische Gesundheit, sexuelle Orientierung und Selbstmord mit einem offenen und doch unbeschwerten Ansatz. Posthumas nicht-lineare und fragmentierte Erzählstruktur spiegelt die Unberechenbarkeit der Trauer wider und ermöglicht es dem Leser, in die emotionale Reise der Protagonistin einzutauchen.

Die Perspektive der Übersetzerin

Die Übersetzerin Sarah Timmer Harvey stand in ihrer Zusammenarbeit mit Posthuma vor der Herausforderung, den dunklen Humor und den zurückhaltenden Ton des Buches ins Englische zu übertragen. Der Übersetzungsprozess erforderte eine sorgfältige Berücksichtigung von Nuancen, insbesondere bei historischen und kulturellen Bezügen, um die Komplexität des Originaltextes genau wiedergeben zu können.

Posthumas Anerkennung auf der internationalen Bühne ist nicht nur eine Bestätigung für ihr Werk, sondern wirft auch ein Schlaglicht auf die zeitgenössische niederländische Literatur. Harveys Übersetzung eröffnet englischsprachigen Lesern die Möglichkeit, sich mit niederländischen Schriftstellern auseinanderzusetzen, und fördert so eine größere Wertschätzung für die Vielfalt und Tiefe der Stimmen in der literarischen Welt.

Sie empfiehlt andere zeitgenössische niederländische Autoren wie Kira Wuck, Inge Schilperoord, Niña Weijers und Gerard Reve, deren Werke einzigartige Perspektiven und sprachliche Innovationen bieten. Harvey schließt sich dieser Meinung an und betont ihre Vorliebe für Übersetzungen, die Wahrnehmungen herausfordern und Horizonte erweitern.

Die Nominierung von „What I’d Rather Not Think About“ für den International Booker Prize bedeutet nicht nur einen individuellen Erfolg, sondern auch das Potenzial für eine breitere Anerkennung der niederländischsprachigen Literatur. Mit nuancierten Übersetzungen und fesselnden Erzählungen tragen Posthuma und Harvey zu einer globalen Literaturlandschaft bei, die durch vielfältige Stimmen und Erzählungen bereichert wird.