Die Literaturwissenschaftlerin und Associate Professor Stefania Heim steht auf der Shortlist für den Italian Prose in Translation Award der American Literary Translators Association (ALTA). Ausgezeichnet wird ihre Übersetzung von „Mr. Dudron“, einem Roman des gefeierten italienischen Malers und Autors Giorgio de Chirico.
Der bei A Public Space Books erschienene Titel gewährt einen humorvollen und zugleich tiefgründigen Einblick in de Chiricos künstlerische und persönliche Reflexionen. Die Preisverleihung findet am 6. November 2025 während der jährlichen ALTA-Konferenz in Tucson, Arizona, statt.
Ein eigenständiger Beitrag zur Literatur
De Chirico, vor allem für seine metaphysischen Gemälde bekannt, zeigt in „Mr. Dudron“, dass auch seine literarische Fantasie fesselt. Der Roman verbindet bissige Kommentare zur modernen Kunst, spritzige Anekdoten und philosophische Erkundungen seiner eigenen Schaffenswelt.
Euch erwartet ein exzentrischer, aber unterhaltsamer Themenmix – von skurrilen Überlegungen zu Spaghetti und Mayonnaise bis hin zu nachdenklichen Betrachtungen über Natur und künstlerisches Schaffen.
Heims Übersetzung wird dafür gelobt, dieses ungewöhnliche Gleichgewicht aus Humor und Tiefe einzufangen und zugleich die Eigenwilligkeit von de Chiricos Stil zu bewahren. Die Jury hob hervor, wie souverän sie die Leser:innen durch die wechselnden Gedankenwelten und überraschenden Wendungen des Romans führt, ohne die charakteristische Stimme des Autors zu verlieren.
Diese Leistung zeugt nicht nur von technischer Präzision, sondern auch von einem feinen Gespür für kulturelle und sprachliche Nuancen.
Würdigung herausragender Übersetzungskunst
Anfang des Jahres schilderte Heim bei einer Lesung in den Village Books ihre Arbeit am Text und bezeichnete den Prozess als unerwartete Reise durch die Vorstellungskraft des Künstlers.
Ihre Übersetzung gilt als essenzielle Brücke für all jene, die de Chiricos Schriften bisher nicht kannten, und macht seine umfassende künstlerische Vision einem größeren Publikum zugänglich.
Die Auszeichnung würdigt herausragende Bemühungen, zeitgenössische wie klassische italienische Werke einem englischsprachigen Publikum näherzubringen. Heims Nominierung unterstreicht die Bedeutung von Übersetzungen, globale Literatur verfügbar zu machen und den internationalen Kulturaustausch zu bereichern.
Schon jetzt, vor der Bekanntgabe im November, ist ihre Platzierung auf der Shortlist ein beachtlicher Meilenstein in ihrer akademischen und literarischen Laufbahn.

